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Marion Rade
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Freitagnachmittag: Anruf eines 28jährigen Mannes, Lagerist in einem großen Unternehmen, in dessen häuslicher Nachbarschaft in den letzten Tagen vor dem Anruf zwei Fälle von Meningitis (Hirnhautentzündung) aufgetreten sind. Der Mann klagt über Kopf- und Nackenschmerzen sowie über allgemeines Krankheitsgefühl und leichtes Fieber. Der Anrufer möchte wissen, ob er bis Montag warten könne, da sein Hausarzt dann aus dem Urlaub käme. Auf Anraten des Arztes der AHG ASSIST 24/7-Hotline geht der Anrufer sofort zum hausärztlichen Vertretungs- oder Notdienst, wo eine Meningitis ausgeschlossen werden kann. Montags kann er unbesorgt wieder seiner Arbeit nachgehen.
Samstagabend: Die Ehefrau eines 60jährigen Bankangestellten ruft die 24/7-Hotline der AHG-ASSIST an. Ihr Ehemann wäre am Nachmittag plötzlich mit dem rechten Bein weggeknickt. Er hätte es kaum noch spüren und belasten können und keine Kontrolle mehr darüber gehabt. Jetzt läge er auf dem Sofa und habe schon wieder etwas Gefühl in seinem Bein. Er könne aber immer noch nicht darauf stehen. Außer eines bestehenden Bluthochdrucks sei ihr Mann immer gesund gewesen. Der Arzt der 24/7-Hotline der AHG ASSIST klärt sie und den Patienten selbst über die Dringlichkeit der Situation auf, da es sich möglicherweise um einen Schlaganfall handeln könne. Er überzeugt beide von der Notwendigkeit, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen und vermittelt die Nummer des Notarztes. Der Rückruf durch den AHG ASSIST Arzt wenige Tage später zeigt, dass die Beratung absolut notwendig und richtig war: Der Patient wurde akut wegen einer Durchblutungsstörung im Gehirn behandelt und anschließend an deren Ursache, einer Carotis-Stenose (Verengung der Halsschlagader), operiert. Folgeschäden und eine bleibende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit konnten durch die schnelle Intervention gerade noch vermieden werden.
Frau B., Sachbearbeiterin einer Bank, leidet unter ihrer ängstlichen Selbstbeobachtung körperlicher Veränderungen, die sie als mögliche Symptome einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung interpretiert. In drei persönlichen Gesprächen mit einem Psychologen der AHG ASSIST (Face-to-Face-Beratung) werden der Mitarbeiterin Kompetenzen zur Selbststeuerung ihrer angstbedingten Erregungszustände sowie eine angemessene Interpretation normaler körperlicher Veränderungen erfolgreich vermittelt. Die Mitarbeiterin kann sich wieder auf ihre Arbeit konzentrieren, eine weitergehende psychologische Behandlung ist nicht erforderlich. Drohende Ausfälle am Arbeitsplatz konnten frühzeitig vermieden werden.
Herr K., Abteilungsleiter in einem Großunternehmen und kommt auf dringende Empfehlung seines Vorgesetzten zur Face-to-Face-Beratung der AHG ASSIST. Er wurde bereits von verschiedenen Bezugspersonen (Ehefrau, Kollegen) auf seinen täglichen, übermäßigen Alkoholkonsum angesprochen. Im Gespräch wird deutlich, dass Herr K. ein „Konflikttrinker“ ist, d. h. er ist nicht süchtig, sondern setzt Alkohol missbräuchlich ein, um sich bei Belastungen besser zu fühlen. In sechs Sitzungen zur Stressbewältigung im Rahmen des AHG ASSIST Gesundheitsmanagementprogrammes entwickelt Herr K. Kompetenzen zur Entspannung und Problemlösung, die er zur Konfliktlösung erfolgreich anwenden und dabei gleichzeitig abstinent von Alkohol bleiben kann.
Das Ehepaar S. nimmt die Familienberatung der AHG ASSIST in Anspruch wegen psychischer Belastung durch die anstehende Einweisung der Mutter von Herrn S. in ein Pflegeheim. Das Ehepaar leidet unter Schuldgefühlen, da es die häusliche Pflege nicht mehr leisten kann. In einem lösungsorientierten Gespräch mit einem Psychologen der AHG ASSIST 24/7-Hotline werden die Grenzen der eigenen Belastbarkeit akzeptiert, gleichzeitig wird Vertrauen aufgebaut in die ärztlichen und pflegerischen Kompetenzen als bestmögliche Versorgung für die kranke Mutter. Das Ehepaar bewältigt seine Schuldgefühle in der Gewissheit, die optimale Versorgung gewährleistet zu haben. Darüber hinaus unterstützt die AHG ASSIST die Familie mit gezielten Hinweisen zu verschiedenen Altenpflegeheimen, die für die Unterbringung der Mutter in Frage kommen.
Die Ehefrau des Projektleiters, Herrn Z., wird plötzlich krank und muss kurzfristig im Krankenhaus operiert werden. Herr Z. ist verzweifelt, da er neben der Sorge um seine Ehefrau nicht weiß, wer seine zweijährige Tochter während seiner Arbeitszeit betreut, da Angehörige der Familie nicht in der Nähe wohnen. Im Unternehmen kann er unmöglich fehlen, da eine wichtige Präsentation bevorsteht. Die Sozialberatung der AHG ASSIST vermittelt Herrn Z. kurzfristig eine qualifizierte Tagesmutter, bei der die Tochter tagsüber untergebracht wird.
Herr P., Personalleiter eines mittelgroßen Unternehmens, bittet um Unterstützung beim betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement für eine Mitarbeiterin, die krankheitsbedingt zwölf Wochen fehlte. Ein Berater der AHG ASSIST führt mit der betroffenen Mitarbeiterin ein Gespräch zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben nach § 84 SGB IX. Da es sich um Fehlzeiten aufgrund einer Depression handelt, werden als präventive Maßnahmen regelmäßige Gespräche zur psychischen Stabilisierung der Mitarbeiterin mit einem Psychologen vereinbart und durch die AHG ASSIST kurzfristig vermittelt. Die Mitarbeiterin erkennt dank nachhaltiger psychologischer Unterstützung ihre eigenen Stärken, erlebt sich wieder als leistungsfähig und beugt einer möglichen Wiedererkrankung wirksam vor.